Toyota sagt ’s durch die Blume
Sonnen, Surfen und Solarstrom tanken

Am 11. Mai 2009 hat Toyota die US Werbekampagne ‘Harmonie zwischen Mensch, Natur und Maschine’ gestartet, um die neue Generation des Toyota Prius zu bewerben. Ein derzeit vor allem bei prominenten Klimaschützern beliebtes Hybrid Auto, das es sogar in die deutsche Dienstwagenflotte geschafft hat. Hier zu Lande sind die Umweltsenatorinnen von Berlin und Hamburg, Katrin Lompscher (Linke) und Anja Hajduk (Grüne), bereits mit dem Toyota Prius unterwegs, der mit einem CO2-Ausstoß von 104 g/km den in Zukunft verbindlichen EU-Zielwert von 120 g/km deutlich unterschreitet.
Übergroße WLAN Gänseblümchen auf Städtereise
Als Symbol für die Harmonie zwischen Mensch, Natur und Maschine gingen mehrere 5,5 m Meter hohe, solarbetriebene Hotspots in Form von riesigen Gänseblümchen auf die Reise, um in den großen Städten für Aufsehen zu sorgen. 2 Wochen lang konnten bis zu 10 Personen je Blume kostenlos durch den Cyberspace surfen oder rasch ihr Handy wieder aufladen, denn am Fuss der Blume stehen auch mehrere Stromanschlüsse zur Verfügung. Danach zogen die Blumen eine Stadt weiter.
Prius Blumenbeete wurden in Boston, Chicago, New York, Los Angeles und Seattle gesichtet. Doch warum nur dort? In Deutschland ist bereits ein flächendeckendes Ladesäulen-Netz für Elektroautos angedacht. Ein erstes Pilotprojekt mit 18 Ladesäulen in der Berliner City West wurde im Mai diesen Jahres von RWE gestartet. Da darf man doch hoffen, dass im nächsten Frühling auch bei uns ein paar Blumen der besonderen Art blühen.
Bushaltestellen mit Solar-Modulen
Im Schatten der Riesen-Gänseblumchen ist allerdings eine weitere Aktion der Kampagne bisher eher unbeachtet geblieben: Die Ausstattung verschiedener Bus Stationen mit Solartechnik zur Einspeisung des Stroms für die Nachtbeleuchtung. Wenn man bedenkt, dass am 12.11.2009 in Berlin das erste Solar-Passagierschiff zu Wasser gelassen wurde, könnte dieses Pilotprojekt hier auf fruchtbaren Boden fallen. Die Solon AG, die den Solargenerator für das Schiff des Typs Aquabus C 60 lieferte, hat ihren Sitz in Berlin und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben sich bisher für das Thema Umweltschutz durchaus begeistern können.
So testet die BVG seit 2006 zum Beispiel Wasserstoff betriebene Fahrzeuge. “Wir planen für die Zukunft und fahren mit umweltfreundlichen Techniken voraus. Die BVG beteiligt sich an innovativen Vorhaben, wenn die Aussicht besteht, dass nach der Erprobung auch die Einführung der neuen Techniken für die BVG sinnvoll ist. Wasserstoff wird ein nachhaltiger Energieträger sein und von unseren Bussen wirtschaftlich genutzt werden.” Wir dürfen also gespannt sein, was uns als nächstes erwartet: Hybrid Busse? Solar-Bushaltestellen? Hoffentlich nicht die nächste Preiserhöhung…
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