Wird bald auch die IFA grün?

4. September 2009 von Nat

Unterhaltungselektronik noch unbehelligt von Energieeffizienzklassen

handy im liegestuhl photo
Fotograf: Meickl – www.aboutpixel.de

In Berlin ist die Internationale Funkausstellung (IFA) bereits in vollem Gange. Vom 04.09. bis 09.09. kann hier jeder bestaunen, was vielleicht morgen schon bei manchem im Wohnzimmer steht. HD Fernseher oder Mobiltelefone mit Touchscreen, bei deren Speicherplatz mancher Notebook Besitzer vor Neid erblassen dürfte, gehören hier eher zum Durchschnitt. Doch während im Internet Green IT längst ein Thema ist, geht es bei den Consumer Electronics noch darum wer den Größten hat, den größten Fernseher zum Beispiel.

So ein großer HD Fernseher ist bereits in der Anschaffung nicht für Klimpergeld zu haben, an den Stromverbrauch bei Betrieb denkt aber kaum jemand, dabei lohnt sich der Vergleich. Der Stromverbrauch wird nicht nur durch die Größe des Fernsehers bestimmt sondern auch durch seine Ausstattung. Ein Fernseher, der gleichzeitig noch Videorekorder ist, morgens den Kaffee kocht und das Wetter Dank Internetzugang aufs Weißbrot toastet hat einen insgesamt höheren Grundverbrauch – auch wenn man die luxuriösen Zusatzfunktionen nicht nutzt. Man sollte beim Kauf also darauf achten, einen Fernseher zu wählen, der dem eigenen Nutzungsverhalten auch gerecht wird.

Der TV Finder – Ein erste Orientierungshilfe für Verbraucher

Da Fernsehgeräte im Gegensatz zu Haushaltsgeräten wie Kühlschränken und Waschmaschinen nicht über eine Kennzeichnung der Energieeffizienzklasse verfügen, stellt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) in Zusammenarbeit mit Eco Top Ten den Verbrauchern jetzt den interaktiven TV Finder zur Verfügung. Er soll es den Verbrauchern ermöglichen, online anhand ihres Nutzungsverhaltens und ihrer Funktionswünsche das sparsamste TV Gerät zu ermitteln.

Mit alten Handies die Umwelt schützen statt verschmutzen

Noch findet man auf den Seiten von Eco Top Ten keine Liste der sparsamsten Handies, aber für unerwünschte Altgeräte gibt es bereits eine Lösung. Fordern Sie einfach bei T-Mobile eine Versandtasche an, um ihr Handy einzusenden. Die Altgeräte werden auf ihre Funktionstüchtigkeit hin geprüft und anschließend entweder einer weiteren Verwendung zu geführt oder in ihre Bauteile zerlegt, mit denen andere Geräte repariert werden können. Defekte Teile werden recycled.

3 Euro vom Erlös aus der Wiederverwertung spendet T-Mobile für Natur- und Umweltschutzprojekte der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Schulen und Umweltschutz-Initiativen sind herzlich eingeladen, ihre eigene Sammelaktion zu starten, die von der DUH mit 1,50 Euro je Gerät unterstützt wird. Wer am Handy-Recycling-Programm Fifty-Fifty teilnehmen möchte, meldet sich einfach per E-Mail bei der Deutschen Umwelthilfe, um eine Sammelgruppennummer zu erhalten und eine Fördervereinbarung abzuschließen. Voraussetzung für die Teilnahme als Sammelgruppe ist ein förderfähiges Projekt.

Posted in Mitmachen und Wettbewerbe, Multimedia und Technik, Umweltschutz

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