Goodbye Auto
Ist ein Leben ohne Auto wirklich denkbar?
Wenn man Autor Carsten Otte glauben darf, problemlos, oder sagen wir Mal genauso problemlos wie mit, denn jede Transportart hat ja auch Mal ein Formtief. Missionieren möchte Otte mit seinem Buch Goodbye Auto: Ein Leben ohne Führerschein allerdings nicht, doch im Grunde ist das ja auch nicht nötig. Wir kennen alle die Nachteile des Autos. Das Geld fürs Benzin rinnt uns nur so durch die Finger, was übrig bleibt, frisst die Parkuhr. Im Stau haben nur die ein Lächeln auf den Lippen, die in weiser Voraussicht ein Brettspiel oder den Gameboy im Handschuhfach eingelagert haben und der tägliche Parkplatzslalom durch die Nebenstraßen hat nicht den gleichen Charme wie die olympischen Winterspiele.
Carsten Otte hat all diese Sorgen nicht. Er hat sich vor Jahren bewusst dagegen entschieden einen Führerschein zu machen. “Ich möchte in diesem Buch von meinem Leben ohne Führerschein erzählen, um zu zeigen, wie lustig, angenehm, aber auch wie anstrengend und bekloppt es ist. Wie abhängig wir uns alle vom Auto gemacht haben. Natürlich habe ich oft daran gedacht, trotz allem einen Führerschein zu machen. In Goodbye Auto berichte ich von meinen Selbstzweifeln und davon, wie glücklich mich der langsame Abschied von allen Traumautos und Autoträumen macht. Den Wankelmütigen will ich mit auf den Weg geben: Kein Problem, auch ohne Führerschein läßt sich der Alltag bewältigen, läßt es sich prima reisen – wohin man auch will, man kommt tatsächlich an.”
Für Hörer des ARD-Hörfunks dürfte Carsten Otte übrigens kein unbeschriebenes Blatt sein, denn er moderiert die Diskussionssendung SWR2 Forum und das Sonntagsfeuilleton SWR2 Matinee.
Posted in Publikationen, Umweltschutz

23. September 2009 um 22:30 Uhr
Auch ich habe mich schon in jungen Jahren bewußt gegen das Auto entschieden – obwohl ich Besitzer eines Führerscheins bin. Und ich fahre schon seit 20 Jahren gut damit, nämlich vorwiegend mit dem Fahrrad oder die Fernstrecken mit dem Zug. Ich schlage dabei sogar mehr Freizeit für mich raus, denn im Zug kann ich mich vielen, anderen schönen Dingen widmen, für die ich sonst keine Zeit oder Ruhe finde. Die Leseratte in mir findest Du deshalb ausschließlich auf zwei Schienen *g*!