Der Kampf ums grüne Image
McDonald’s eröffnet erste US Filiale mit Ladestation für Elektroautos
Es kann nicht mehr lange dauern, bis und das gelbe “M” von McDonald’s auf grünem Grund entgegen strahlt, schließlich ist der Konzern mehr als bemüht ein grünes Image aufzubauen. Im Stil der Sendung mit der Maus erfahren wir bereits auf dem Tablett, wo der Salat von McDonald’s herkommt – natürlich extra frisch und ja, es handelt sich ausnahmslos um freilaufende Salate.
Nun will die Fast-Food-Kette ab 2011 werbewirksam auf Schweinefleisch von kastrierten Tieren verzichten. Die meisten Ferkel werden zugunsten des Fleischgeschmacks kurz nach der Geburt kastriert, üblicherweise ohne Narkose. Bis zur vollständigen Umstellung will McDonald’s ausschließlich Fleisch aus Betrieben mit dem Qualitätssiegel QS einkaufen, denn nur wenn bei der Kastration Schmerzmittel eingesetzt wurden, darf das Fleisch später das QS-Prüfzeichen tragen.
McCharger, die Ladestation fürs Elektroauto
In einer US-Filiale im Staat North Carolina wird auch der McDrive nun Dank Ladestation zu einem Ort, an dem Mensch und Natur im Einklang sind. Der Strom kann von McDonalds Kunden vorerst kostenlos getankt werden. Als grünes i-Tüpfelchen kommen noch sparsame Toilettenspülungen und eine effizientere Küche dazu. Selbst Bau und Möbel wurden umweltfreundlicher gestaltet, was bei den Gesamtkosten gerade Mal mit 10 Prozent zu Buche schlug. Ob in dieser grünen Oase die Burger am Schalter wohl recycled sind?
Bleiben noch etwa 31.000 Filialen, die es umzustellen gilt, eine Reduktion von Salz, Fett und Zucker in fast allen Speisen, das Erlösen des Salates aus dem Schattendasein und echtes Geschirr statt Einwegverpackungen für alle Gäste, die im Restaurant essen möchten. Ob das grüne Engament von McDonald’s schon bis zum Amazonas vorgedrungen ist, wo laut Greenpeace 2006 noch der Urwald den Sojaplantagen für die Chicken McNuggets wich?
Es wird wohl doch noch etwas dauern, bis das “M” von McDonald’s auf grünem Grund steht, wie es scheint.
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Posted in Skurriles, Umweltschutz


23. September 2009 um 22:13 Uhr
Die grünen Köder und Volksverblöder werden wohl immer raffinierter in ihrer Ausgestaltung – sicherlich auch anderswo.
Aber Mc-Donalds bleibt sich wohl seinem Namen als Vorreiter treu, wenn es darum geht, auch den letzten Mc-Doof *g* aus der Ecke zu locken und ihm zu suggerieren, wieder einmal ohne großen Aufwand Gutes für sich oder die Umwelt zu tun, indem er dort speist.
23. September 2009 um 23:30 Uhr
Oder eben tankt – nicht zu vergessen. Aber so scheinheilig es auf der einen Seite ist, so gut finde ich es doch, dass damit das Projekt “Ladestationen” angekurbelt wird. Es ist leider nun ein Mal so, dass nur die großen Konzerne das Kapital haben, da wirklich was zu bewegen. Aber wer sagt, dass man nicht erst bei McDonalds tanken kann, um dann doch zum Bio Deli zu fahren, um dort zu speisen? Da war er wieder, der strategische Konsum…