Wahlkompass Umweltpolitik
Wie grün sind die Spitzenkandidaten?

Fotograf: Heinz Dahlmanns – www.pixelio.de
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) hat es vorgemacht und rund 1.500 Direktkandidaten zur ihrer Meinung im Bezug auf aktuelle ökologische Themen befragt. Die Ergebnisse stehen bereits seit Juli in Form des KandidatInnenchecks im Internet zur Verfügung. Jetzt hat auch Greenpeace noch ein Mal den Finger auf die Wunde gelegt und 5 Spitzenkandidaten der großen Parteien dazu aufgefordert Farbe zu bekennen.
Herausgekommen ist dabei der Wahlkompass Umweltpolitik, in dem die Kandidaten 21 Fragen aus den Bereichen Umwelt und Wirtschaft, Klimawandel, Atomenergie, Verkehr, Urwaldschutz, Meeresschutz und Landwirtschaft beantworten. Sollen die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert werden? Werden neue Kohlekraftwerke kommen? Wird Gentechnik fester Bestandteil unserer zukünftigen Landwirtschaft sein?
Die meisten Wahlprogramme sind zwar umfangreich, doch das Thema Umwelt wird oft bewusst vage gehalten. Ein bißchen Grün schmückt ungemein, aber zu konkret soll es eben auch nicht sein. Deutschland ist ja schließlich das Land der Autofahrer. “Blickt man in die Wahlprogramme der Parteien, sind alle irgendwie für Klima- und Umweltschutz. Bei genauerem Nachfragen aber wird deutlich, dass es erhebliche Unterschiede gibt”, so Stefan Krug, Leiter der Politischen Vertretung von Greenpeace. “Die Bundestagswahl im Herbst ist eine Richtungswahl. Die Entscheidung der Wähler wird auf Jahre hinaus festlegen, wie es in Deutschland mit dem Klimaschutz, mit den Atom- und Kohlekraftwerken, mit dem Naturschutz oder mit der Gentechnik auf dem Acker weiter geht.”
Für welche Richtung die Spitzenkandidaten Frank-Walter Steinmeier, Guido Westerwelle, Renate Künast und Oskar Lafontaine stehen, kann man mit Hilfe vom Wahlkompass Umweltpolitik nun genau bestimmen. Angela Merkel (CDU), amtierende Bundeskanzlerin, lehnte es allerdings ab, persönlich zu antworten, und dass obwohl sie selbst von 1994-1998 Bundesumweltministerin war. Für die CDU antwortete daher Generalsekretär Pofalla.
Gedruckte Exemplare können bei Greenpeace unter der Telefonnummer (040) 30618-0 bestellt werden.
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Posted in Politik

10. August 2009 um 00:25 Uhr
Das erweckt bei mir einmal mehr den Eindruck, daß grüne (Umwelt)politik zwar auf den Prestigeflaggen prangt und den Wahlkampf aufmotzt, aber die Wähler letztendlich in den meisten Fällen eine Mogelpackung ankreuzen, was sich aber nach meinem Gefühl nicht alleine auf Umweltpolitik bezieht.
Dieses Getöse im Wahlkampf, in den Wahlprogrammen und bei den verbalen Auftritten auch außerhalb von Wahlkampfphasen langweilt mich zusehends mehr, für mich zählen nur Fakten und Taten, was aber meine Entscheidung, wohin ich mein Häkchen letztendlich setze, auch nicht unbedingt leichter macht.