Wenn der Postmann zwei Mal klingelt
Weihenstephan erhält 10.000 Beschwerdebriefe von verärgerten Verbrauchern

Fotografin: Buntgemischtes – www.pixelio.de
Die Beschwerdebriefe wurden der Molkerei am 23. Juli auf einen Schlag in Form eines zweieinhalb Meter hohen Briefkastens von Greenpeace zugestellt. Jeder der Briefe enthielt symbolisch 1 Cent, was der von Greenpeace errechneten Ersparnis entspricht, die Weihenstephan pro Liter Milch durch die Fütterung von Gen-Sojaschrot erzielt.
Der neue Briefkasten, der vor der Zentrale von Weihenstephan in Freising einbetoniert wurde, und die Ergänzung des Firmenschildes zum Gesamtkunstwerk “Genmilch Molkerei Weihenstephan” kamen für das Unternehmen nicht vollkommen überraschend. Weihenstephan ignoriert die Aktion Milch-Cent bereits seit Mai demonstrativ und hatte jede Annahme von Protestschreiben bisher verweigert.
“Weihenstephan tritt die Meinung der Verbraucher mit Füßen. Die Molkerei hält stur an der Verfütterung von Gen-Pflanzen fest, obwohl die meisten Verbraucher Gen-Food klar ablehnen. Weihenstephan trägt damit nicht nur zu den Umweltschäden durch den Anbau von Gen-Pflanzen bei, sondern verpasst auch die Chance, mit zusätzlicher Qualität beim Verbraucher zu punkten”, so Alexander Hissting, Gentechnik-Experte von Greenpeace.
Während sich Weihenstephan noch stur stellt, und damit jedem Bock, aber keiner Kuh zur Ehre gereicht, hat die Konkurrenz die Bezeichnung “ohne Gentechnik” für sich entdeckt. So konnte Campina mit der Marke Landliebe 2009 die Verkaufszahlen trotz insgesamt rückläufigen Marktes deutlich steigern. Sollte Weihenstephan weiter bockig bleiben, werden für Campina wohl auch in den kommenden Monaten Milch und Honig fließen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Greenpeace.
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Posted in Gentechnik, Verbraucherschutz

5. Dezember 2009 um 19:31 Uhr
Ja, hier find ich das wieder
) Ist ja schön! 
Liebe Grüße, Karin W.