Vor der Wahl noch rasch zum Öko-Check
Wieviel Öko steckt in Ihrem Kandidaten?

Der BUND hat rund 1.400 Direktkandidaten zu aktuellen ökologischen Themen von Atomkraft bis Gentechnik in der Landwirtschaft befragt. Die Ergebnisse sind oft verblüffend, denn was da unter einer Parteiflagge an konträren Meinungen zusammenkommt, wirft schon die Frage auf, ob einheitliche ökologische Ansichten für die jeweilige Parteizugehörigkeit gänzlich irrelevant sind – mit Ausnahme der Grünen vielleicht.
650 Kandidaten haben ihre Fragebögen bereits zurückgeschickt, darunter SPD-Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse: “Atomenergie verhindert den Ausbau erneuerbarer Energien” und FDP-Chef Guido Westerwelle: “Wir brauchen die Kernenergie als Übergangstechnologie.” Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier lassen allerdings noch auf sich warten.
Welcher Direktkandidat vertritt am ehesten die eigenen Meinung zu aktuellen grünen Themen? Beim ersten deutschlandweiten Kandidatencheck kann es endlich jeder sehen und bei der Bundestagswahl am 27. September dann aus Überzeugung wählen gehen – für manchen womöglich ein vollkommen neues Gefühl. Die Position der Kandidaten zu regionale Umweltthemen wurde ebenfalls abgefragt.
Der Kandidatencheck verursacht bei einigen Direktkandidaten allerdings eher grüne Pickel statt heller Freude, denn er stärk die Umweltlobby. Welcher Politiker lässt sich schon gern den Aufkleber “Atomkraft? Ja bitte!” auf die Stirn heften, auch wenn sich bei vielen Kollegen ebenfalls der Wille zum Ende vom Ende regt?
Vorerst strahlt erstmal der Wähler, denn so gut informiert wird man selten vor der Wahl.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des BUND.
Klare Trends der Umfrage-Ergebnisse
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Posted in Politik, Umweltschutz
