Der Bio-Kodex

15. Juni 2009 von Nat

Bio ist Ehrensache: Die Selbstverpflichtung der Naturkostbranche

junger mangold photo
Fotografin: Moorhenne – www.pixelio.de

Bio bei Lidl, Bio bei Aldi, bei Plus sogar BioBio, aber ist alles Bio, was das so grünt? Ja, es ist Bio gemäß den EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau. Von Produkten, die das Bio-Siegel tragen, kann man zum Beispiel erwarten, dass keine künstlich hergestellten Dünger oder Pestizide verwendet werden, doch Bio kann mehr.

Die ursprüngliche Idee der Bio-Pioniere regional zu produzieren, alte Sorten zu erhalten und Aspekte des Umweltschutzes ebenfalls zu berücksichtigen, ist nicht Teil der EG-Rechtsvorschriften und damit auch nicht im Supermarkt erhältlich. Diese Werte sind immer noch in den Bio-Läden und Reformhäusern zuhause. Um sich stärker vom normalen Einzelandel abzugrenzen, trägt daher der Bio-Kodex nun zusammen, was in den EG-Rechtsvorschriften keine Erwähnung findet, aber schon immer zu den Zielen der Naturkostbranche gehörte, zum Beispiel:

  • Ganzheitlichkeit: Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt
  • regionale und saisonale Produkte
  • Nachhaltigkeit
  • Ressourcengerechtigkeit und Chancengleichheit
  • Transparenz
  • leistungsgerechte Entlohnung und Familienfreundlichkeit

Den vollständigen Kodex und weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bio-Kodex.

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Posted in Bio, Politik, Wissen

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  1. Dieter R.

    Hallo Nat!

    Deine Ausfuehrungen zu wirklich auch nachhaltig und konsequent “Bio” erinnern mich an manche Vegetarier in meinem Bekanntenkreis, die sich eben NICHT oder nicht nur aus gesundheitlichen Gruenden vegetarisch oder zumindest sehr fleischarm ernaehren, sondern weil sie die heutige Massentierhaltung ablehnen und die Umwelt (Grundwasserbelastung, CO2-Ausstoss und Energieverbrauch durch die massenhafte Tiermast)schonen wollen.

    Manche tun es natuerlich auch aus reiner Tierliebe. Wobei ich da nur eingeschraenkt zustimme, denn ich sag mal, zwar lieber einige Tierleben weniger anstatt z.B. als Kaefighenne dahinzuvegetieren, aaaber…dafuer andererseits lieber ein glueckliches Huehnerleben mehr mit dem Endziel Verzehr.

    Na gut, ist jetzt ein bissi offtopic, aber ging mir grad durch den Kopf, weil auch Biofleischgeniesser haeufig den Verzehr toter Tiere vorgehalten bekommen, z.B. meine Wenigkeit von einer guten Freundin.

    Viele Gruesse mit einer fremden Tastatur aus Norwegen,
    Dieter R.

  2. Nat

    Auf der einen Seite fordern wir den Mindestlohn, auf der anderen Seite unterstützen wir ihn aber vom Konsumverhalten nicht. So steht auch beim Thema Bio oft der Tierschutz an erster Stelle, da gebe ich Dir Recht. Bereits 21% der Verbraucher kaufen ausschließlich Bio-Eier und das genau aus diesem Grund. Dass Bio auch dem Lohndumping die rote Karte zeigt, ist weniger bekannt.

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