Kann Bio die Welt ernähren?
Bio ist zukunftsfähig

Fotograf: Casiocan – www.pixelio.de
Ein beliebtes Argument gegen den kompletten Umstieg auf biologische Landwirtschaft war bisher immer der geringere Ertrag und der damit verbundene höhere Preis der Produkte. Dieses Argument verliert zunehmend seine Berechtigung.
Auf der Herbsttagung 2008 des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) wurde anhand eines auf Bio umgestellten Baumwollbetriebs in Nordindien klar gezeigt: Bio ist rentabel. Es wurden die gleichen Erträge erwirtschaftet wie zuvor, wobei den Bauern gleichzeitig 10 bis 20 Prozent mehr zum Leben blieb als vorher. Auch der Garten Eden des s.g. Agrar-Rebellen Sepp Holzer beweist, dass die konventionelle Landwirtschaft nicht zwingend die Produktionsform der Zukunft ist.
Für Bio spricht nicht nur das schmackhafte Endprodukt sondern auch der Umweltschutz. Die Studie Eignung des ökologischen Landbaus zur Minimierung des Nitrataustrags ins Grundwasser des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) hat gezeigt, dass die biologische Landwirtschaft eine wesentlich geringere Gefahr für das Grundwasser darstellt, da nur in sehr begrenztem Rahmen Düngemittel ausgebracht werden dürfen. Synthetisch hergestellte Düngemittel sind gänzlich untersagt. Daher ist die Nitratauswaschung beim ökologischen Ackerbau rund zwei Drittel geringer (22 kg N/ha) als beim konventionellen.
Da darf man sich in puncto Umweltschutz und Preis-Leistungs-Verhältnis getrost den Worten von Götz Rehn, Chef der Bio-Supermarktkette Alnatura, anschließen: “Der Bio-Landbau ist das Günstigste, was wir haben.”
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