Aufnahmestop für Bio-Molkereien
Bio: stabil in der Absatz und im Preis

Fotograf: Frank Weidemann – www.aboutpixel.de
Bio wird nicht nur für Verbraucher immer interessanter sondern vor allem auch für Erzeuger, denn die vergleichsweise hohen Preise der Bio-Produkte sind zwar hauptsächlich in den alternativen Anbau- und Haltungsmethoden begründet, doch auch der Gedanken, dass für gute Arbeit gutes Geld gezahlt wird, schwingt mit.
Für einen Liter Bio-Milch erhielten Milcherzeuger im Februar 40 Cent, während konventionelle Erzeuger weniger als 30 Cent bekamen. Zwar sank auch der Ökopreis laut Bioland seit Anfang 2008 um 21 Prozent, aber dennoch ist der einstieg in die Bio-Landwirtschaft attraktiver denn je, doch der Bio-Markt ist gesättigt. “Der Andrang der Bauern ist größer als der Absatz der Milch.” Josef Jacobi, Chef der Upländer Bauernmolkerei oder mit anderen Worten: “Butterberg voraus.”
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Milchindustrie.
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8. Juni 2009 um 21:00 Uhr
Wäre ja schade, wenn das immer noch zarte Pflänzchen seriöser Bio-Produkte auch in normalen Supermärkten durch diesen “Butterberg” gefährdet würde. Viele auch zuverlässig deklarierte und anerkannte Bioprodukte sind kaum mehr teurer als Lebensmittel aus konventioneller Herstellung in durchschnittlichen Preislagen oder Markenprodukte, aber für mich oft wesentlich besser im Geschmack. Es wäre schade, wenn diese positive Entwicklung in eine Sackgasse gerät!
8. Juni 2009 um 22:10 Uhr
Hallo Nat,
hab´ eben ganz spontan geantwortet und danach immer noch an den Bio-Butterberg denken müssen, deswegen wird´s jetzt eben ein Doppelschlag von mir.
Ja, ich hab´ bei meinem Stamm-Edeka, wo ich in der Regel einkaufe, in letzter Zeit immer öfter die Erfahrung gemacht, daß gerade die leckeren Bio-Milchprodukte, besonders Milch, Quark oder Joghurt sich auffällig häufig im Vergleich zu ihren Regalnachbarn kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum befinden oder bereits abgelaufen sind. Das sind oft beachtliche Mengen, die bleischwer in den Regalen liegen bleiben.
Frage mich gerade, ob bereits jetzt der sich immer mehr auftürmende Bio-Milch- und Butterberg drückt und der Anteil verkaufter Bioprodukte stagniert. Mir fällt das verstärkt bei Lebensmitteln auf, auf die der Verbraucher besonders preissensibel zugeht, weil bei den oben genannten Produkten ein intensiver und werbewirksamer Preiskampf geführt wird.
Mein gewohnter Bio-Joghurt wurde neuerdings in deutlich reduzierter Menge nachbestellt, so daß ich jetzt ne´wöchentliche Abo-Sonderbestellung aufgegeben habe – man kennt mich halt dort *g*, ich brauche meinen Biobecher eben wie die Luft zum Atmen *augenzwinker*!
1. Juli 2009 um 21:06 Uhr
Ich kann Dich beruhigen. Gemessen an den letzten Umfrage-Ergebnissen und Konsumstudien, die ich so gelesen habe, hat sich Bio als krisensicher erwiesen. Dass das Sortiment im Supermarkt immer Mal angepasst wird, ist ein normaler Prozess.