EAN Codes: Wer steckt hinter 007?
Das verraten die Barcodes auf der Verpackung

Fotograf: Christoph Ruhland – www.aboutpixel.de
Fast alle abgepackten Lebensmittel verfügen über eine EAN (Europäische Artikel Nummer), die mit Hilfe des zugehörigen Strichcodes maschinenlesbar ist. Die ersten zwei Ziffern des EAN Codes geben dabei an, in welchem Land das Produkt hergestellt wurde. Deutschland entspricht den Nummern 40-44. Die Stellen 3 bis 7 stehen für den Hersteller und 8 bis 12 sind vom Hersteller selbst vergebene Artikelnummern, die z.B. Auskunft über Inhalt, Gewicht oder Sorte geben können. Die letzte Ziffer ist nur eine Prüfziffer. Es gibt auch eine verkürzte Version des EAN Codes, die nur 8 Stellen umfasst. Der Informationsgehalt ist entsprechend eingeschränkt.
Welcher Hersteller sich hinter dem Produkt verbirgt, lässt sich zum Beispiel auf der Website von GEPIR GSI (Global GS1 Electronic Party Information Registry) anhand der Nummer überprüfen. Doch es geht noch komfortabler. GEPIR stellt eine Software zur Verfügung, die das eigene Handy Dank der internen Kamera zum Barcodescanner umfunktioniert. Über die Kamera wird die GTIN (ehemals EAN) des fotografierten Barcodes bei GEPIR abgefragt, je nach Handy-Vertrag können dadurch Kosten entstehen, da eine Verbindung ins WWW aufgebaut wird. Der Service selbst und die Software sind kostenlos.
Den gleichen technischen Ansatz aber ein anderes Ziel verfolgt die Firma Barcoo. Sie bietet ebenfalls sowohl eine für Handy-Displays optimierte Website für die Abfrage über die Eingabe der Ziffern also auch eine Software für die Übermittlung des Barcode per Photo an. Ziel der Software von Barcoo ist eine Klassifizierung des Produkts anhand der Nährwert-Ampel. Hierfür müssen derzeit noch die Nähwert-Angaben vom Produkt eingegeben werden. Vermutlich lernt die Datenbank anhand der eingegebenen Werte nach und nach alle Produkte, so dass in Zukunft eine Abfrage ohne eigene Eingabe möglich ist.
Der EAN Code ist aber längst nicht mehr die einzige Möglichkeit, um Informationen über das Produkt zu erhalten, das man gerade in Händen hält. Auf vielen Verpackungen finden sich heute bereits zusätzliche Angaben, die schneller und einfacher Auskunft über die Ware geben. Bestes Beispile hierfür ist das allseits beliebte Frühstücksei. Der direkt auf die Eier aufgestempelte Code für die Art der Haltung und das Land, indem die Eier erzeugt wurden, ist wesentlich lesbarer für den Verbraucher als die EAN. Weitere Informationen dazu finden Sie im Artikel Auf die Eier, fertig, Ostern.
Im Bereich Bio gehört es mit zur Philosophie für mehr Transparenz zu sorgen. Bio soll ein Gesicht haben und kein anonymes Massenprodukt sein. Für Produkte, die eine Bio-mit-Gesicht-Nummer haben, kann man auf der zugehörigen Website von Bio mit Gesicht einen Blick hinter die Kulissen der Produktion werfen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Artikel Bio mit Gesicht.
Na dann allen viel Spaß beim Knacken der Codes und vor allem der Kekse und Möhren, zu denen sie gehören.
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