Gen-Mais ade, Gen-Milch juche?
Gen-Mais Verbot durchgesetzt, doch weiterhin Gen-Futtermittel

“Ich habe heute Morgen veranlasst, dass das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Schutzklausel nach § 20 Abs. 3 Gentechnikgesetz und Artikel 23 der Freisetzungsrichtlinie 2001/18/EG verhängt. Damit ist der Anbau von Mon810 in Deutschland verboten”, so Ilse Aigner (CSU), Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, am 14.04.2009 auf einer Pressekonferenz in Berlin.
Die Unternehmensgruppe Tengelmann begrüßt das Anbauverbot für den Gen-Mais MON810 der Firma Monsanto. “Seit mehr als 40 Jahren setzt sich unser Unternehmen für den Schutz der Umwelt und der natürlichen Lebensgrundlagen ein. Daher begrüße ich die Entscheidung der Bundesregierung, den Anbau von Gen-Mais in Deutschland zu verbieten”, so Karl-Erivan W. Haub, Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann. In den rund 700 Kaiser’s und Tengelmann Supermärkten werden daher keine kennzeichnungspflichtigen gentechnisch veränderten Lebensmittel angeboten.
Die Kennzeichnungspflicht umfasst offensichtlich keine Produkte von Tieren, die mit genetisch veränderten Pflanzen gefüttert werden, denn laut einer Studie von Greenpeace füttern Weihenstephan, Bärenmarke und Allgäuland teilweise Gen-Sojaschrot. “Vor allem namhafte Molkereien verspielen ihre Glaubwürdigkeit. Sie sollten Verbraucher nicht mit Werbemillionen Alpenidylle vortäuschen, sondern auf Qualität ohne Gentechnik setzen”, fordert Alexander Hissting, Greenpeace Landwirtschaftsexperte.
Greenpeace hat errechnet, dass der Verzicht auf genetisch veränderte Futtermittel die Milch um einen Cent verteuern würde und fordert daher alle Verbraucher auf, den drei Molkereien per E-Mail mitzuteilen, dass ihnen Produkte ohne Gentechnik locker 1 Cent wert sind. Hier können Sie auch rasch 1 Cent springen lassen.
Weitere informationen finden Sie auf der Website von Greenpeace.
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