Die Fahrradsaison hat begonnen

18. April 2009 von Nat

Leider auch für Diebe

Die Sonne lacht, also rauf aufs Rad und ab die Post, doch auf dem Fahrrad ist schlecht picknicken. Da ist die Versuchung groß, das Schloss nur rasch ums Fahrrad zu schlingen und das Fahrrad in Sichtweite aufzustellen. Keine gute Idee. Fahrräder, die nur in sich gesichert wurden oder an Pfählen, über die man sie leicht rüber heben kann, sind nicht versichert.

fahrrad photo
Fotograf: Sven Schneider – www.aboutpixel.de

Überhaupt sollte man prüfen, ob das Fahrrad durch die eigene Hausrat-Versicherung abgedeckt ist. Oft sind Fahrräder nur bis zu einem Betrag von 500,00 EUR mitversichert. Auch nach Nacht-Klauseln, die den Versicherungsschutz auf 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr begrenzen, sollte man Ausschau halten. Den Diebstahl von Dynamo oder Sattel oder zahlt die Versicherungen übrigens in der Regel nicht, da es sich um Anbauten handelt, aber soweit sollte es ja auch gar nicht erst kommen, daher hier ein paar Sicherheitstips.

Notieren Sie sich die Rahmennummer Ihres Fahrrades. Wenn Ihr Rad gestohlen wurde, kann die Polizei Sie über die Rahmennummer als Besitzer des Rades identifizieren und Ihnen das sichergestellte Fahrrad übergeben. Verwenden Sie ein hochwertiges Schloss. Die Firma Abus zum Beispiel gibt sogar den Sicherheitsgrad des jeweiligen Modells an. Während Bügelschlösser mit einem Level von 10-15 protzen können, werden Spiralkabelschlösser zurecht je nach Modell als Level 2-7 klassifiziert. Das deckt sich mit den Testergebnissen der Stiftung Warentest.

Empfehlenswert ist außerdem eine Codierung des Rades. Es werden dabei folgende Angaben als Kombination aus Buchstaben und Zahlen in den Rahmen eingraviert:

  • Stadt- bzw. Kreiskennung (zwei- bzw. dreistellig)
  • Straßenschlüssel (fünfstellig)
  • Hausnummer (dreistellig)
  • Ihre Initialen (zweistellig)

Die Gravur kostet etwa 10,00 EUR und macht das Fahrrad für Diebe praktisch unbrauchbar, denn niemand wird ein offensichtlich gestohlenes Rad kaufen. Eine Liste der Anbieter, bei denen man sein Fahrrad codieren kann, finden Sie auf der Website des Allgemeinen Deutschen Fahrrad -Clubs (ADFC). Die Liste ist bei weitem nicht vollständig. Die Codierung wird teilweise auch durch die Polizei angeboten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Polizei, wo Sie auch den Fahrrad-Pass und den Aufkleber Finger weg! Mein Rad ist codiert! kostenfrei herunterladen können. Der Aufkleber kommt natürlich weder lichtecht noch mit Klebeschicht aus dem Drucker. Sie erhalten aber einen echten, sobald das Fahrrad codiert wurde, um den Rahmen zu schützen und Diebe abzuschrecken. Das Aussehen des Aufklebers kann von dem der Polizei abweichen.

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Posted in Sport und Fitness, Verbraucherschutz, Wissen

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