Yogurette – so leicht wie Yoga
Oder doch eher so schwer wie der Yeti?
Auf jeden Fall befindet sich Yogurette ab sofort auf der Liste der aussterbenden Arten, wenn es nach Foodwatch geht. Auf der Verpackung wird fleißig gesportelt und wie heißt es doch so schön in der Werbung: “schmeckt joghurt-leicht.” Der Begriff leicht bzw. light ist eigentlich geschützt und darf nur für Produkte verwendet werden, die tatsächlich 30% weniger Kalorien als vergleichbare Standard-Produkte haben. Dennoch enthält Yogurette laut Foodwatch mehr Kalorien und Fett als zum Beispiel Milka Vollmilchschokolade. Warum Ferrero trotzdem von leicht sprechen darf?
Ganz einfach: In der betreffenden EU Verordnung, die gesundheitsbezogene Werbung regulieren soll, wurde eine Übergangsfrist von 15 Jahren für Produkte eingeräumt, die schon vor 2005 im Handel waren. Yogurette ist also ab 2022 per Gesetzt nicht mehr leicht, aber noch genau die selbe Yogurette.
Ob man so eine EU Verordnung wohl selbst beantragen kann? Also ich persönlich wäre gern ab 2010 per Gesetz leicht. Das scheint ja bei Ferrero derzeit auch ganz ohne Ernährungs- bzw. Zutatenumstellung zu funktionieren. So eine EU Diät könnte für so manchen interessant sein.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website abgespeist.de von Foodwatch.
Beiträge, die Sie ebenfalls interessieren könnten:
- Wie verlässlich ist das Öko-Test-Siegel?
- Wahl zum “Goldenen Windbeutel”
- Sehtest im Supermarkt
- Essen Sie light, fit oder Wellness?
- Werbung im Briefkasten war gestern
Posted in Ernährung, Verbraucherschutz
