Einfach ab ins Grüne
Call a Bike eröffnet die Saison 2009
Seit dem 21. März stehen sie wieder an jeder Ecke: die Räder der Deutschen Bahn. Ideal für die spontane Fahrradtour von Arbeit nach hause oder wenn das eigene Fahrrad Mal zur Inspektion ist. Allein in Berlin gibt es insgesamt 1650 DB Fahrräder, die in der Winterpause generalüberholt und gereinigt wurden. Für alle, die es noch nicht probiert haben, hier ein paar Erfahrungswerte.

Fotograf: Ralf Braum – Deutsche Bahn AG
Die Räder sind gefedert und haben relativ breite Reifen, dadurch sind sie ohne Problem bis zu 140 kg (selbst getestet) belastbar. Ich werde mich bei der Deutschen Bahn Mal nach dem tatsächlichen Maximum erkundigen. Die Straßenlage ist höchst komfortabel. Je mehr Gewicht man mitbringt, desto mehr Auf und Ab ist allerdings bei der Federung zu erwarten, was zu einem recht amüsanten: “Heute reite ich auf der Gummiente”, führen kann.
Der Einstieg ist konstruktionsbedingt sehr hoch. Wer eher kurze Beine sein eigen nennt, sollte also aufpassen, dass er nicht hängenbleibt und stürzt. Der Sattel kann in der Höhe unkompliziert an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Da der Lenker eher tief liegt, empfiehlt es sich bei großem Bauch den Sattel eher 5 cm zu höher einzustellen als gewöhnlich, sonst bekommt der eigene Bauch schnell eine Kniemassage. Der Gepäckträger verfügt über zwei Spanngurte, so dass Taschen und Rucksäcke mühelos befestigt werden können. Blumensträuße & Co. sollte man damit allerdings nicht fixieren, die Spanngurte machen ihrem Namen alle Ehre und würden die Stiele knicken.
Das Entleihen der Räder ist denkbar einfach. Als erstes registriert man sich auf der Website mit Adresse, Handynummer und gewünschter Zahlungsmethode. Die eigenen Handy-Nummer identifiziert einen dann später. Als Zahlungsmethode stehen Lastschrift und Kreditkarte zur Auswahl. Die Kosten betragen derzeit 8 Cent die Minute. Wer bereits eine Bahncard hat, sollte sich zusätzliche Rabatte sichern, indem er sie unter bahn.bonus im Kundenbereich angibt, denn für Bahncard-Kunden kostet die Fahrt nur 6 Cent die Minute. Für alle anderen stehen s.g. BonusPakte zur Verfügung. Für das BonusPaket10 zahlt man 10,00 EUR und fährt für 12,00 EUR und für das BonusPaket20 20,00 EUR und radelt im Wert von 25,00 EUR.
Hat man in der Stadt ein Rad erspäht, das einem grün entgegen blinkt, ruft man per Handy die Nummer an, die auf dem Deckel des Tastenfeldes steht. Sie setzt sich normaler Weise aus einer regionalen Festnetznummer und der Nummer des Rades zusammen. Man bestätigt kurz telefonisch, dass man das Rad entleihen möchte und erhält einen Freischaltungscode, den man über das Tastenfeld des Touchscreens eingibt. Das Schloss öffnet sich und ab geht die Post.
Die Rückgabe ist ähnlich einfach. Man schließt das Schloss und bestätigt die Rückgabe über das Tastenfeld. Neben einer Rückgabe ist auch eine Reservierung möglich, schließlich möchte man manchmal später seine Fahrt fortsetzen. Reservierte Fahrräder blinken rot. Bei Rückgabe erscheint auf dem Display ein Quittungscode. Man ruft wieder die Nummer auf dem Deckel des Tastenfeldes an, bestätigt die Rückgabe anhand des Quittungscodes und nennt die zwei Straßen der Kreuzung, an der man das Fahrrad abgestellt hat. Schon steht das Fahrrad dem nächsten zur Verfügung.
Informationen darüber, wo Sie Fahrräder für eine Rückgabe abstellen können und zu den aktuellen Tarifen finden sie auf der Website von Call a Bike. Dort steht Ihnen als Unterpunkt von “Über Call a Bike” im Bereich “CallBike finden” auch eine Karte zur Verfügung, wo Sie das nächste DB Fahrrad in Ihrer Umgebung ermitteln können.
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Posted in Berlin, Sport und Fitness

27. April 2009 um 19:22 Uhr
Hi,
also den Sattel 5cm höher als normal einzustellen heist bei normalerweise richtig eingestelltem Sattel das die Pedale nicht mehr erreicht werden könne.
Der Sattel sollte immer ca. so eingestellt sein das das Bein fast gestreckt ist wenn das Pedal an seinem tiefsten Punkt ist.
Wird das bein ganz durchgestreckt ist dies schädlich für das Knie. Genauso ungesund für das Knie ist es wenn der Sattel zu niedrig ist.
27. April 2009 um 19:25 Uhr
Ach ja,
dafür das die Räder angeblich generalüberholt wurden sind sie in einem sehr schlechten Zustand. Von den 16 in dieser Saison von mir geliehenen Räder hatten rund die hälfte eine defekte Lichtanlage und bei einem (das stand am Straßenrand) lag eines de Pedale neben dem Rad.
28. April 2009 um 18:21 Uhr
Die DB-Fahrräder sind in meinem Bekanntenkreis auch sehr beliebt als solide und gut gepflegte bzw. gewartete Gebrauchtfahrräder, denn man kann sie zumindest bei uns ab dem Spätherbst – also nach einer Saison Laufzeit – sehr preiswert käuflich erwerben!
1. Mai 2009 um 19:00 Uhr
Das wusste ich gar nicht. Hier in Berlin habe ich eher das Gefühl, dass die Räder über den Winter gewartet werden. Bisher hat die Deutsche Bahn allerdings auch noch nicht auf meine Nachfrage zur maximalen Belastung reagiert. Vielleicht erhalte ich ja noch ein paar weitere Insider-Informationen. Danke jedenfalls für den Hinweis.
1. Mai 2009 um 19:11 Uhr
Ich kann nur von meinen Erfahrungen mit den DB Fahrrädern sprechen. Wenn ich den Sattel so einstellen würde, dass ich mit den Beinen fast auf den Boden komme, wäre das Rad für mich unfahrbar, denn für mich ist bei den Rädern der Lenker viel zu tief und zu nah. Bei korrekt eingestellter Sattelhöhe wäre mein Bauch folglich derart im Weg, dass ich ihn mir mit den Knien praktisch unters Kinn schieben würde. Es war also eher ein Tipp für Personen von äußerst, äh stattlicher Statur *hüstel*, mit Deinem Hinweis hast du natürlich völlig recht.
1. Mai 2009 um 19:17 Uhr
Von defekten Bremsen bis hin zu abgesprungener Kette habe ich auch schon manches gesehen, dennoch war es bisher die Ausnahme. Bin halt schon lange dabei. Ich melde Defekte am Rad sofort nach Beenden der Fahrt (sofern das Rad noch fahrtüchtig war), indem ich die Mängel nennen, wenn ich die Kreuzung übermittele, wo das Rad steht. Hoffentlich arbeitet das System nicht bereits mit Spracherkennung *g*, sonst steht manches Rad von mir an der Straße: “Die Bremsen müssten erneuert werden.”
7. Juni 2009 um 13:02 Uhr
Bei uns wird der Fahrradverleih am Bahnhof auch nicht von der Bahn selbst organisiert, sondern von einer Initiative für junge Arbeitslose. Die haben sogar einen richtigen Shop in der Stadt neben ihrer Verleihstation am Bahnhof. Die sind auch immer ganz gut besetzt und es ist stets ein sehr kompetenter Teamleader präsent und ansprechbar. Ich glaube nebst Fördergeldern finanzieren die sich auch zum großen Teil über den Verkauf von Gebrauchtfahrrädern.